Jedes sechste Kind in Deutschland lebt in Armut
In einem Bericht des Prognos-Instituts sieht die Armutsprognose für Jugendliche viel schlechter aus, als im nationalen Armutsbericht. Dort gilt nur jedes achte deutsche Kind als bedroht.
Mehr als jedes sechste Kind in Deutschland lebt nach einem Bericht des Prognos-Instituts für das Bundesfamilienministerium in Armut.
40 Prozent der Kinder von Alleinerziehenden sind von Armut bedroht, 30 Prozent der Migrantenkinder sowie fast zwei Drittel der Kinder von Hartz-IV-Empfängern. Das Kindergeld leiste den größten Beitrag zur Armutsbekämpfung. Gäbe es kein Kindergeld, würden demnach zusätzlich etwa 1,7 Millionen Kinder unter die Armutsgrenze rutschen.
Das Kindergeld entspreche im Schnitt 20 Prozent ihres Einkommens des Einkommens bei Alleinerziehnden. Allerdings stelle der Bericht auch fest, dass Kindergeld das teuerste familienpolitische Instrument sei: 35 Milliarden Euro gebe der Staat jedes Jahr dafür aus.
Die Familienministerin von der Leyen lehnt einen gesetzlichen Mindestlohn ab: Ihrer Auffassung nach, helfe ein Mindestlohn keiner Familie mit mehreren Kindern. Familien mit kleinen Einkommen bräuchten gezielte finanzielle Hilfen.