Mosaik Aus Alt mach Neu
Mosaik. Die direkte Methode
Nächster Workshop bei Andrea Binniewies :
Nächster Termin wird bekannt gegeben
Tischlermeister Dirk Gerdes
Tanger Str.: 5
26316 Varel
Mosaik: Die direkte Methode: Und so geht 's!
Geeignete Objekte
Der Grundkörper kann ruhig alt und häßlich sein. Es ist nur wichtig, dass er stabil ist und eine klare Grundform hat. Geignet sind z.B: alte Vasen, Töpfe mit einer glatten Oberflächenstruktur , alte Teller ohne starke Wölbungen und Rundungen innerhalb der Oberfläche, Spiegel, Gläser, Steine, Fliesen, Dachziegel, Holzrahmen, Kugeln aus Steropur, Ton, Beton, Terrakotta ,
etc. Alle zu beklebenden Objekte müssen sofern, sie nich glasiert oder lackiert sind und keine wasserabweisende Oberfläche besitzen, mit einer entsprechenden Lasur 24 Stunden vor dem Bekleben vorbehandelt werden ! Dem Kleber wird sonst zu schnell zuviel Wasser entzogen. Er verliert dann an Klebkraft.
Marterialien zum Bekleben: Fliesenstücke, Glassteinchen, Gold und Silbersteinchen,Bruch und Spiegelglas, Smalten, glasierte und unglasierte Keramik, Natursteine aus Kalkstein und Mamor, kleine Steine, Knöpfe, Glasnuggets, Geschirrscherben, Fundstücke wie Muscheln, Steine, Perlen etc. Verschiedene Formen, wie Herzen, Fische,etc. Grundsätzlich eigenen sich eine Vielzahl von Materialien, die nicht zu groß sind, sich
zerkleinern und kleben lassen und ihre Form und Farbe in Verbindung mit dem
jeweiligen Klebstoff nicht verändern.
Sie benötigen, je nach Art der zu beklebenden Grundform: Für Glas Silikonkleber, für alle weiteren Materalien eignet sich in der direkten Methode in der Regel flexiblerFliesenkleber.
dazu :
- eine alte Wachstischdecke, als Unterlage
- einen alten Topf oder eine Erhöhung, um das Objekt in Augenzubringen
- Handfeger und Schüppe, zur schnellen Beseitigung der Scherbenreste
- eine altes Holzbrett, als Unterlage oder Abruchkante
- einen Hammer und einen Stoffbeutel, zum zufälligen Zerkleinern des Materials
- Paketklebeband, zum Abkleben z.b. von Keramik zum besseren Zerkleinern
- Bleistift, zum Aufzeichnen von Motiven ( eventuell Vorlage verwenden)
- wenn vorhanden oder erwünscht, Brechzange, Glasbeisszange, Glasschneider
- Fliesenschneider zum kontrollierten Zuschneiden des Materials
- Bleistift oder Vorlage
Zeichen Sie, die von Ihnen gewünschte Grundform auf das Objekt auf oder übertragen Sie die Vorlage. Gerade zu Beginn sollten keine komplizierten Formen und Bilder erstellt werden. In der Regel reicht zu Beginn ein Hammer mit Leinenbeutel, in dem nach und nach vorsichtig die Bruchstücke zerkleinert werden. In Verbindung mit bereits vorhanden festen Formen wie Knöpfe, Glasperlen, Keramik und Tonformen, etc, oder auch ganz frei, lassen sich bereits sehr schöne Effekte erzielen.Kontrollierte Formen sollten unbedingt vor Beginn der Mosaikarbeit, in ausreichender Menge vorgearbeitet werden. Freie Bruchstücke, können sie unmittelbar vor Beginn und auch noch während der Arbeit an dem Mosaik anfertigen. Ihre Herstellung nimmt nicht soviel Zeit in Anspruch.
Im ersten Arbeitsschritt, wird das Material so vorbereitet und bearbeitet, dass unmittelbar nach der Anfertigung und Auftragens des Klebers mit der Arbeit begonnen werden kann.
Für den zweiten Arbeitsschritt benötigen Sie
- flexiblen Fliesenkleber
- einen alten Löffel zum portonieren
- zum Anrühren für den Kleber :
- einen Gibsbecher,
- eine Staubmaske,
- gut sitzende Gummihandschuhe,
- einen Spachtel,
- Sprühbestäuber mit Wasser
Nachdem die zu bearbeitende Form, so postiert wird, dass sie sich gut bekleben lässt, kann mit der Arbeit begonnen werden. Fertigen Sie den Kleber nach Anweisung an. Bitte tragen Sie Handschuhe und eine Staubmaske, weil der Kleber gesundheitsgefährdene Stoffe enthält und der Feinstaub sonst in die Lunge geraten kann.
Tragen sie nur soviel Kleber auf, wie Sie innerhalb einer halben Stunde bekleben können. Vor dem Auftragen des Klebers bitte die Fläche mit dem Bestäuber anfeuchten. Der Kleber wird mit einem Spachtel gleichmäßig 1-2mm auf die Form aufgetragen.
Sie können aber selbstverständlich auch einzeln die Teile mit dem Kleber versehen und dann auftragen. Achten Sie bei der Verarbeitung auf genügend Kleber, da die Objekte sonst später abfallen. Sollte es ihnen einmal passieren, dass Mosaike wieder herausfallen, so können sie diese vor dem Einschlemmen aufkleben. Hierzu eignet sich unter Umständen und je nach Material auch eine Klebepistole.
Nun können Sie mit der Arbeit beginnen. Die Mosaikteile werden auf das Objekt geklebt.
- altes feuchtes Küchentuch
- ausreichend Material
- Spachtel
- eventuell Pinzette, zum wieder Herausnehmen einzelner Mosaike
Hierbei ist es hilfreich immer ein feuchtes altes Küchentuch zur Hand zu haben. Gestalten Sie nun die Fläche ganz nach ihren Wünschen. Lassen Sie sich von Farben, zufälligen Formen und Mustern in Ihrer Arbeit inspirieren. Arbeiten Sie Schritt für Schritt. Einzelne Grundformen, werden grundsätzlich von Außen nach Innen gearbeitet.
Arbeitsschritt drei:Verfugen
Sie benötigen:
- flexiblen Fugenkleber ( eine Fugenbreite über 2mm)
- Gibsbecher zum Anrühren
- Gummihandschuhe und Staubmaske
- einen Schwamm und ein Schwammtuch
- ein altes feuchtes Tuch
- ein Tuch zum Nachpolieren und Reinigen
- ein Eimer mit Wasser
Nach mindestens 24 Stunden kann das Objekt verfugt werden. Hierfür wird der flexible Fugenkleber nach Anweisung angerührt. Mit einem Schwamm oder Pinsel werden die Fugen in allen Richtungen gleichmäßig ausgefüllt und eingeschlemmt. Nach dem ersten Antrocknen des Fugenklebers ca. 10 Minunten, wenn die Fugenmasse beginnt an den Rändern zu tocknen, wird die überschüssige Fugenmasse mit einen gut ausgedrückten Schwamm vorsichtig entfernt und die Fugen geglättet.
Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Fugenmasse nicht aus den Fugen herausgewaschen wird. Der Schwamm muss zwischendurch immer wieder gut ausgewaschen werden.
Nach weiteren 5- 10 Minuten wird der Fugenschleier vorsichtig mit einem gut ausgedrückten Schwammtuch entfernt. Dafür mehrmals langsam in allen Richtungen flach über das Mosaik streichen. Das Tuch sollte auch hier immer wieder gut gereinigt werden.
Nach ca. 30 Minuten bis eine Stunde, wenn die Fugen angetrocknet sind, wird die verbliebene Verschmutzung mit einem trockenen Tuch abgerieben und Stein für Stein eventuell mit einem handelsüblichen Haushaltsreiniger nachpoliert.
Viel Spaß beim Selber machen und ausprobieren, wünscht Ihnen wie immer Klara!
Falls Sie Fragen haben oder an einem der Kreativabende teilnehmen möchten, steht Klara Ihnen gerne zur Verfügung. Verwenden Sie hierzu den Kontakt.
Copyright. Anja Semper 2008